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Zu allererst eine Warnung:

In Kabeln fließt Strom - und Strom kann gefährlich
sein. Im schlimmsten Fall lebensgefährlich.
Wenn Sie also kein Fachmann sind, dann Finger weg von allen Netzkabeln
und Drehstromkabeln.
Diese Kabel-Seite beschäftigt sich
ausschließlich mit Kabeln für Musiker, und dort
für Daten- oder Signalübertragungen.
Auch bei diesen Kabeln muß man sehr sorgfältig
arbeiten - lieber einmal zu oft kontrollieren, als einmal zu wenig.
Falsch verdrahtete Kabel können schwerwiegende
Beschädigungen an den angeschlossenen Geräten
verursachen!
Wenn Sie sich nicht sicher sind - vergleichen Sie einfach mal den Preis
eines Kauf-Kabels mit dem Preis für ein neues
Effektgerät, ein neues Keyboard oder einen neuen
Verstärker.
Und noch eine wichtige Warnung:
Alle Informationen auf dieser Seite sind gewissenhaft zusammengestellt
und geprüft worden. Wir können jedoch keine
Gewähr für Fehler übernehmen, die durch
Lötfehler oder eventuelle Tippfehler entstanden sind. Im
Zweifelsfall also bitte nachfragen.
MIDI
Bei Standard Midi Verbindungen (von Midi-out nach Midi-in) reicht ein
3-adriges Kabel (2 Adern plus Abschirmung). Wenn Sie Kabel für bestimmte Geräte speziell anfertigen,
können diese 3 Adern durchaus reichen. Dies ist jedoch im
Einzelfall zu prüfen.
Einige Hersteller benutzen
die 2 freien Pins für z.B. die Spannungsversorgung. Deshalb empfehlen wir, für universelle Midi-Kabel
alle 5 Kontakte zu verdrahten.
Hierbei verbinden Sie einfach Pin 1 mit Pin 1, Pin 3 mit Pin 3 usw.
Der
mittlere Pin (Pin 2) ist für die Abschirmung - hier also die
Kabelschirmung festlöten. Beim Kabel wird die Abschirmung auf beiden
Seiten verlötet.
Bei Geräte-Selbstbau oder -Reparatur ist zu
beachten, daß in den Buchsen Pin 2 nur auf der "our" oder "thru" Buchse
verlötet wird, nicht jedoch auf der "in" Buchse. Dies vermeidet
Probleme bei Potentialunterschieden (im Audiobereich nennt man das
Brummschleife)
Achten Sie beim Steckerkauf auf gute Qualität - ein
Vollmetallgehäuse sollte es schon sein. Da die Steckerform
eigentlich nicht für den rauhen Bühnenalltag gemacht ist,
sondern früher im Wohnzimmer das Bandgerät mit dem
Transistorradio verband, sollten Sie nicht die alten Stecker aus dem
Bastelkeller nehmen, sondern Markenware kaufen, die für die
Bühne konzipiert ist. Nichts ist ärgerlicher, als durch
Sparsamkeit an der falschen Stelle einen Ausfall beim Auftritt zu haben.
Midi-Stecker sind grundsätzlich 5polige Stecker mit einem Kontaktwinkel von 180° (45° zwischen den einzelnen Pins) |
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Klinkenkabel
Dies sind wohl die häufigsten Kabel bei Musikern.
Klinkenkabel werden sowohl für den Anschluß von
Instrumenten benutzt, als auch für den Anschluß von
Lautsprechern an Verstärker. Achtung: Klinkenkabel
für Lautsprecher haben einen anderen Querschnitt und
üblicherweise auch einen anderen Aufbau als Instrumentenkabel.
Wenn Sie Klinkenkabel sowohl als Lautsprecherkabel als auch als
Instrumentenkabel einsetzen, dann kennzeichnen Sie
beide Sorten
eindeutig, um eine Verwechslung auszuschließen.
Klinkenstecker gibt es in 2poliger und 3poliger
Ausführung.
2polige Stecker werden für Mono-Signale und für
Lautsprecherkabel verwendet.
3polige Stecker nutzt man für Stereo-Signale (Beispiel:
Keyboard), aber auch zum Einschleifen von Effekten, wie z.B. einem
Hallgerät.
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Pinbelegung
bei Signalkabeln (Achtung - nur geschirmte Kabel benutzen!)
Mono-Kabel: Schaft = Masse; Spitze = Mono Signal
Stereo-Kabel: Schaft = Masse; Ring = rechtes Signal; Spitze = linkes
Signal
Insert-Kabel: Schaft = Masse; Ring = Return; Spitze = Send
Symetrische Belegung: Schaft = Abschirmung; Ring = Minus
(phasengedrehtes Signal); Spitze = Plus (phasenrichtiges Signal) |
Pinbelegung bei Lautsprecherkabeln (Achtung - achten Sie
auf die richtigen Kabelquerschnitte! Nutzen Sie keine Signalkabel!)
Schaft = Masse; Spitze = Mono Lautsprecher-Signal
XLR-Kabel
Das typische Mikrofonkabel, aber auch als DMX-Leitung genutzt
(Datenleitung für Licht-Steuerung). Die Vorteile
gegenüber den Standard-Klinkenverbindungen sind der Stecker,
der eine Sicherung gegen versehentliches Öffnen hat, und eine
zusätzliche Ader, die eine symetrische
Signalübertragung ermöglicht. Symetrische Signale
sind viel unempfindlicher gegenüber Störsignalen.
Trotzdem kann nicht oft genug gesagt werden, daß Signalkabel
sorgfältig verlegt werden wollen. Legen Sie auch auf engen
Bühnen niemals Mikrofonkabel direkt neben Kabel, die z.B.
für die Lichtanlage zuständig sind.
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Pinbelegung
bei Signalkabeln (Achtung - nur geschirmte Kabel benutzen!)
Pin 1 = Xcreen
= Abschirmung (Masse)
Pin 2 = Live
= Plus (phasenrichtiges Signal)
Pin 3 = Return
= Minus (phasengedrehtes Signal)
Pin 2 ist mit einer Kerbe bzw. Nase gekennzeichnet, so ist eine
Verwechslung ausgeschlossen.
Bei DMX gibt es zwar auch einen Standard, aber leider auch Ausnahmen.
Üblicherweise gilt: 1 = Masse; 2 = DMX-; 3 = DMX+
Bei älteren Martin Geräten wird folgende Belegung
genutzt:
1= Masse; 2 = DMX+; 3 = DMX-
Darüber hinaus gibt es auch noch 5polige DMX-Buchsen
(ebenfalls in XLR-Ausführung). Hier sind die Pins 4 und 5
für entweder einfach ungenutzt, oder aber für eine
weitere Steuerleitung verwendet.
(4 = DMX2-; 5 = DMX2+) |
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Speakon
Spezielle Stecker für professionelle Verbindung von
Verstärker und Lautsprecher - inzwischen zum Quasi-Standard
geworden. Die Vorteile gegenüber XLR oder Klinke sind die
größeren Kontaktflächen und das gesicherte
Bajonettverschluß-System, das sicherstellt, daß der
Stecker zum
einen richtig in der Buchse steckt und zum anderen nicht versehentlich
gelöst werden kann.
Bei 2-adrigen Systemen sind nur die Kontakte 1+
(Lautsprecher Kanal 1 Signal) und 1- (Lausprecher Kanal 1
Masse) belegt.
Es gibt auch Belegungen mit 4 Adern - hier können dann
zum Beispiel über ein gemeinsames Kabel die Signale
für Bass, und Mitten/Höhen getrennt
übertragen und dann von Box zu Box weitergeschleift
werden. So erhält jede Box das ihr zugedachte Signal - aber
sichtbar ist nur jeweils ein Kabel von den Endstufen zum Boxenturm.
Üblicherweise liegt der 2 Kanal dann auf den
Anschlüssen 2+ (Lautsprecher Kanal 2 Signal) und 2-
(Lausprecher Kanal 2 Masse).
Die Belegung ist hierbei nicht "genormt", aber es gibt Belegungsvorschläge
von der Firma Neutrik. Dort finden Sie auch die Belegungen
für Stecker und Kabel mit 8 Adern.
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Powercon
Diese Stecker werden für die sichere Spannungsversorgung von
Pulten und ähnlichem genutzt. Sie sehen ählich aus,
wie die Speakon-Stecker, sind jedoch verwechslungssicher. Aus
Sicherheitsgründen (Lebensgefahr!) gebe ich hier keine
Belegungsinformationen an. Auf jeden Fall ist Powercon einer normalen
Schuko Steckverbindung vorzuziehen, da man Schuko-Stecker oder auch
Kaltgerätestecker relativ einfach aus ihren Dosen ziehen kann.
Diese
Gefahr besteht bei Powercon nicht (gesicherter
Bajonettverschluß).
Powercon
Buchsen bzw. Stecker sind farblich blau oder grau gekennzeichnet - je
nach dem, ob Spannung führend oder Spannung empfangend.
Dabei gilt dann "blau auf blau und grau auf grau"- ein
weiterer
Sicherheitsaspekt.
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