Olaf Hentschel Musik & Technik Musiktechnik
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Die einfachste Midi Verbindung ist ein Kabel zwischen einer Tastatur und einem Klangerzeuger. Midi Kabel sind spezielle Kabel mit einem 5poligen Stecker
MIDI-Buchsen PinbelegungMidi Pinbelegung  

Dabei ist darauf zu achten, dass an der Tastatur das Kabel in „Midi out“ (hier kommen ja die Tastaturinformationen her) und beim Klangerzeuger (da wo der Sound rauskommen soll), das Kabel in die Buchse „Midi in“ gesteckt wird.

MIDI IN

MIDI OUT
Pin Nr. Bezeichnung Pin Nr. Bezeichnung
1 nicht belegt 1 LOOP RETURN (THRU)
2 nicht belegt!!! (nur bei OUT) 2 GROUND
3 nicht belegt 3 TRANSMIT DATA (THRU)
4 RECEIVE DATA (IN) 4 LOOP RETURN (OUT)
5 LOOP RETURN (IN) 5 TRANSMIT DATA (OUT)

Wichtiger Hinweis für Bastler: Bei Midi-in Buchsen ist Pin 2 nicht belegt. Die Abschirmung wird nur auf der Midi-Out Seite geerdet!

An den meisten Keyboards findet man nicht nur „Midi in“ und „Midi out“, sondern auch noch eine Buchse mit der Bezeichnung „Midi through“. An dieser Buchse liegt quasi eine Kopie des eingehenden Midi-Signals an. Mit Hilfe dieser Midi through Buchse, lässt sich also eine Kette von Klangerzeugern bilden.
Als einfaches Beispiel: Wir möchten mit unserer Tastatur 3 verschiedenen Klänge nutzen: Bass, Streicher, Klavier. Bass und Streicher kommen aus Klangerzeuger K1, das Klavier klingt aber in Klangerzeuger K2 viel schöner.
Dann legen wir mit also ein Midi Kabel von der Tastatur (Midi out) zum K1 (Midi in) und vom K1 (Midi through) weiter zum K2 (dort wieder Midi in). Jedes Instrument wird dabei auf einem eigenen Kanal gesendet, K1 fischt sich aus dem Datenstrom die Daten für Bass und Streicher, K2 empfängt die Klavier Daten und wir als Musiker merken von diesen Vorgängen nichts, sondern können einfach nur den guten Klang genießen.

Die Anzahl an möglichen Geräten in einer Kette sollte begrenzt werden.
Als Faustformel gilt: maximal 3 Geräte in einer Kette mit möglichst kurzen Kabeln.
Würde man die Kette immer weiter verlängern, käme man früher oder später in den Bereich der hörbaren Latenzen (Verzögerungen).

Um dieses zu verhindern, haben einige Masterkeyboards mehrere „Midi out“ Buchsen. So kann man diese Keyboards als Schaltzentrale für ein ganzes digitales Orchester einsetzen.

Auch an Computer-Interfaces findet man häufig mehrere parallele Midi Schnittstellen, aus gleichem Grunde.

Bei großen Setups auf der Bühne ist die Verwaltung von Midi Informationen eine Wissenschaft für sich – da helfen wir Ihnen dann gerne persönlich weiter.
Die Vielfalt an Möglichkeiten ist nahezu unüberschaubar, aber für jedes Problem gibt es die passenden Lösungen.

Moderne Keyboards bieten häufig schon die Übertragung von Midi-Daten über USB. Hierbei können dann auch mehrere virtuelle Midi-Verbindungen parallel aufgebaut werden, so dass die Beschränkung auf 16 Midi-Kanäle praktisch nicht mehr existiert.

Einen Schritt weiter geht das ursprünglich von der Firma Yamaha entwickelte mLAN. Hier werden Verbindungen auf Basis der Firewire-Schnittstellen genutzt, um über ein einzelnes Verbindungskabel sowohl Midi Daten als auch digitale Audiodaten zu übertragen. Besonders, wenn an einem Keyboard mehrere Audioausgänge genutzt werden sollen (8 Einzelausgänge sind keine Seltenheit bei so genannten Workstations), wird der Einsatz eines einzelnen Kabels für alle Kanäle schnell offensichtlich. Wenn dann auch noch der Vorteil der digitalen Klangübertragung berücksichtigt wird, gibt es eigentlich nur wenige Argumente, die gegen ein mLAN sprächen. Leider bieten noch nicht viele Hersteller die mLAN Schnittstelle an. Wir erwarten jedoch in Zukunft viel vom mLAN, besonders in Studioumgebungen, wo sich auch digitale Mischpulte immer mehr durchsetzen.
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